Sonntag, 13. Dezember 2015

Neuer Versuch Wir stehen und vollziehen unser Ankunft Ritual,Kaffee, Kuchen und ein Schnäpschen .Die Fahrerei schlaucht ganz schön, den Rest des Tages verbringen wir mit faulenzen.Die beiden Wohnmobile aus Steinfurt stehen in der gleichen Straße wie wir,in der rue de Casablanca. Und dann kommt der Satz,den wir ab Jetzt pausenlos hören. Wir sind zum 11.ten mal hier.Wenn ihr Fragen habt kommt ruhig vorbei.Man muss sich nicht mal selbst bewegen, nacheinander erscheinen die Camper und bieten uns Hilfe an,aber keiner konnte oder wollte uns sagen woher sie wussten, das wir zum ersten mal in Marokko sind.Vielleicht haben wir uns unglaublich dusselig angestellt. Eine Alte Dame kam angeschlurft ,mit offensichtlichen Gehproblemen ,um uns ebenfalls zu versichern,das wir mit allen Fragen zu ihr kommen können. Sie und ihr Mann kommen seit 37 Jahren nach Marokko, immer für ein halbes Jahr. So vergeht der erste Tag.Morgen geht es weiter.Gute Nacht.
Das Wasser im Pool ist rattenkalt ,aber heute ging es nicht ohne.Wir sind am9.Dezember im Atlantica Park angekommen. Der Platz ist..........europäisch.Riesig groß, Platz für 700 Mobile Schöne große Parzellen, jeder mit Stromanschluss. Zum ersten mal können wir auf einem Campingplatz auf die Toilette gehen.Der Platz ist allerdings nur mäßig belegt,es herrscht schon Angst vor allen Dingen unter den Franzosen.Wir sind eine gefühlte Ewigkeit mit unserem Platz Zettel unterwegs,um den optimalen Stellplatz für uns zu finden.Nr. 264 wird es.

Huhu,guten morgen. Heute ist es zum Frühstück schon so warm,das wir die Markise ausgefahren haben.Ich will mal an der vorherigen Schreiberei anknüpfen. Zum Abend hin sind wir nochmal in den Ort gegangen. Das Dorf liegt an einem Kreisverkehr. Eine Ausfahrt für die Einfahrt zum Campingplatz ,eine Ausfahrt ist die Dorfstraße und dann noch zwei Ausfahrten für Agadir und die andere für die Gegenrichtung. Die Läden liegen um den Kreis herum und in der Mitte gibt es einige gespannte Planen unter denen auch reger Handel statt findet.Es gibt keine Autos,ab und zu ein dreirädiger Transporter,der abenteuerlich beladen ist mit Gemüse, Obst ,Hühnern,lebende wie tote.Ich würde schon gern mal zuschauen,wenn der beladen wird.Das ist schon fast ein Kunstwerk. Die Dorfstraße ist so eng ,das sich besser nicht zwei von diesen LKW's begegnen.Während wir durch die Straße schlendern,weichen wir Eselkarren ,Maultieren,Radfahrern, Pferden und Leuten die ihre Orangen während des gehens pellen und die Schalen  rechts und links von sich werfen aus.Bis auf den allgegenwärtigen Plastikmüll, ist es schön hier,denn die Menschen haben Arbeit und damit eine ausreichende Versorgung.Es ist aber schon eine Männergesellschaft, wenn ich ein Brot möchte oder Irgend etwas anderes,wird erst Klaus angeguckt und wenn er dann nickt verkauft man mir es.Das Rückgeld wird grundsätzlich an Klaus gegeben.Wir bleiben einen ganzen Tag hier,fahren erst am nächsten Morgen weiter.Wieder Landstraße, 165km bis Agadir.Wir fahren heute lockerer durch das Land ,winken den Kindern vom Auto aus zu und ignorieren alles unerfreuliche. Das Land ist schon sehr abwechslungsreich. Wir fahren durch Wüstengebiete, dann Heidelandschaft,kleine Wälder aus Olivenbäumen und Arganbäumen.Die letzten 80km vor der Küste sitzen alle paar Kilometer Bauern am Straßenrand um ihre Ware zu verkaufen.Wir stoppen und kaufen 1kilo Honig eine Flasche Arganöl für die Küche und eine Flasche für die Haut.Wir wollen gerade weiterfahren, als der Bauer zu uns an den Wagen tritt und nach Bonbons und Kugelschreiber für seine Kinder fragt.Mittlerweile sind wir ja nicht mehr so zimperlich und nach ein paar mal nein sagen wünscht er uns eine gute Fahrt.Dann ist der Atlantik wieder da,noch einige Kilometer Küstenstraße und wir sind am Ziel.Camping Atlantica Park in einem kleinen Ort 20km vor Agadir. So und jetzt geh ich erst schwimmen und schreibe nachher weiter.Bis später.

Freitag, 11. Dezember 2015

Hallo,es sind ein paar Tage vergangen ,aber wir haben auf diesem Platz das erste mal Probleme mit dem Internet.Wir sind von Mohammedia nach Oughana gefahren.Es waren 365km und zwar über die Landstraße. Wir haben unglaublich lange gebraucht dafür. An der Autobahn laufen Überall Menschen herum und sammeln den Müll auf ,es stehen auch Schilder,bitte keinen Müll aus den Autos werfen.Wir waren ganz begeistert darüber. Die Fahrt auf der Landstraße hat uns alle Begeisterung genommen.Die Straßenränder sind unglaublich bunt........rote Tüten,gelbe Tüten und so weiter.Es liegt so unglaublich viel Plastik herum und es sind kaum Menschen zu sehen.Besonders schlimm,es liegen tote Hunde im Graben, wie bei uns totgefahrene Igel .Die Krönung war ein toter Esel.Unsere anfängliche Freude jetzt einmal weg vom Touristen Marokko zu kommen,schlug schnell in sprachloses Entsetzen um.Immer mal wieder trifft man unterwegs auf alte Frauen die auf ihren Eseln reiten und Futtersäcke  oder anderes transportieren.Männer, die eine kleine Schafherde vor sich hertreiben und immer wieder Kinder ,die nicht zur Schule gehen.Die Kinder winken einem zu und zeigen an ,das man doch anhalten soll.Wer das tut,erlebt eine böse Überraschung. Viele Touristen haben angefangen wie im Kölner Karneval Bonbons und Kugelschreiber zu verteilen.Die Kids bleiben sogar deshalb der Schule fern,um ja kein Mobil zu verpassen.Wenn man das alles nicht weiss,anhält und keine Bonbons hat wird es böse.Schnell Motor an und weiter,es fliegen Steine.Das ist alles sehr traurig.Wir sind durch viele kleine Städte gefahren, man meint einfach die Zeit ist hier stehen geblieben. Ein eher kein schöner Urlaubstag.Irgendwann sind wir dann auf dem Campingplatz Des Oliviers angekommen. Der Tag war gelaufen. Gute Nacht

Dienstag, 8. Dezember 2015

Am nächsten morgen haben wir Asilah in Richtung Süden verlassen.Wir fahren auf der Bezahlautobahn der Straßenzustand ist ganz in Ordnung. Wenn die Autobahn bei uns in Deutschland so benutzt würde so wären im Radio nur noch Verkehrsnachrichten zu hören.Fußgänger die an der Autobahn entlang wandern oder sogar überqueren.Auf Gartenstühlen im Graben sitzende Polizisten die mit ihren Laserpistole die Geschwindigkeit kontrollieren. Wir fahren ca. 260 km bis Mansouria dort wollen wir auf den Campingplatz L,Ocean Bleu den wir auch gut erreichen.Wir fahren auf den Platz und sehen kein einziges Campingfahrzeug ,alles sieht so trostlos aus.Aber wir bleiben nicht die einzigen es kommen noch einige Fahrzeuge und wir kommen uns nicht mehr so einsam vor.Wir bleiben drei Nächte dort als wir fahren ist der Platz gut belegt sogar zwei Fahrzeuge mit Steinfurther Kennzeichen sind da. Montagmorgen geht es wieder auf die Straße wir wollen auf den 360 km entfernten Campingplatz Des Olivier aber davon mehr beim nächsten mal.Gute Nacht.

Sonntag, 6. Dezember 2015


Im Restaurant,oder eher draußen vor dem Restaurant.Es ist immer alles so eng,das,das Restaurant auf der einen Straßenseite ist und die Sitzplätze auf der gegenüberliegenden Seite .Die erste Reihe ist fast auf der Straße und die dahinterliegenden Reihen sind Überdacht mit Matten und Grünzeug,wegen zu starker Hitze im Sommer. Aber nicht nur deswegen. Wir hatten uns natürlich in die erste Reihe gesetzt,schließlich wollten wir Sonne.Nachmittags um 4Uhr ist es im Schatten schattig.Literarisches Deutsch.Leider wird man in erster Reihe pausenlos von Händlern ,die Erdnüsse, Armreife,Obst,Gürtel und was es sonst noch so gibt verkaufen möchten.Bei Baklava bin ich dann schwach geworden. Seit der Familien Türkei Reise,bin ich dem Zeug's absolut verfallen. Na,ja wir sassen also und ich musste mit größten Entsetzen feststellen, das ich meine Zigaretten vergessen hatte, was durchaus schon ein Indiz dafür war,das ich neben der Spur war.Dann hab ich den Kellner gefragt,wo ich denn wohl Zigaretten kaufen könne. Die Antwort lautete, oui,oui und er spätere los um mir einen Aschenbecher zu holen.Strahlend stellte er ihn auf den Tisch.Verständigung mit Männern ist einfach schwer.Nach einigen hin und her fiel der Groschen ,er Pfiff einen der jüngeren Kellner heran ,sagte ich solle ihm Geld geben,er würde mir Zigaretten holen.Mit 40Dirham(4€)ist der Bursche dann losgeflitzt.Und er ist wirklich verputzt.War wohl nicht so einfach,wir sahen ihn die Straße rauf und runter laufen und wieder rauf und runter ,mittlerweile hatten wir unser Essen und der Bursche war immer noch am Suchen.Dann hatte er es geschafft und kam mit meinen Zigaretten. Die Schachtel Marlboro kostet 2,80€ ,den Rest haben wir ihm dann als Danke schön gelassen.12Dirham=gleich 1,20€ ist viel Geld hier.Jetzt hatte ich endlich meine Zigaretten......., immer noch kein Feuer.Tiefer im Lokal sass ein Paar und er hatte ein Feuerzeug, also ich hin und um Feuer gebeten.Das konnte ich auch auf Französisch, die lebenswichtigen Dinge kann man.Der Akzent hat mich dann aber wohl eindeutig als German erkennen lassen.Er zeigte auf seine Tischpartnerin und sagte sie wäre Schweizerin und das Feuerzeug dürfte ich behalten er hätte noch eins.Zurück an unserem Tisch fiel mir ein,ich hätte ja mal direkt nachfragen können wo wir eine Marokkanische Simkarte kaufen könnten.Die beiden standen schon auf um zu gehen,kamen an unserem Tisch vorbei .Wir fragten die Schweitzer Maid und sie übersetzte fast simultan an ihre Begleitung.Das kriegen auch die Kellner mit und Passanten. Inzwischen hatten wir sieben Leute an unserem Tisch stehen,die auf arabisch ,französisch und die Deutsche Übersetzung auf uns eine ersten und das in einem irren Tempo.Am Ende kam heraus das eigentlich keiner so genau wusste wie es ging.Nachdem alle vom reden oder zuhören erschöpft waren ging jeder seines Weges ,nicht ohne uns zu sagen,das wenn wir mal Hilfe bräuchten wir uns an sie wenden sollten. Eigentlich hatten wir gerade genau das versucht.Na,dann starten wir eben morgen einen neuen Versuch.Allmählich wurde es kalt wir bezahlten und gingen.10 Meter weit sind wir gekommen, da sprach uns ein junger Amerikaner an,ob wir denn nun unsere Telefonkarten hätten.Wir sagten das wir es morgen versuchen wollten.Er schlug die Hände über dem Kopf zusammen und meinte morgen ist Feiertag in Marokko, dann ist alles geschlossen, wir sollten mitkommen,er würde das für uns erledigen. Alle Telefonläden waren eigentlich geschlossen, die machen erst abends wieder auf aber er sagte die wären nicht geschlossen. Vielleicht leiden wir ja unter wahrnehmungs Störungen.Gut ,wir sind mit gegangen,gefühlt durch jede Gasse der Altstadt und das sind verdammt viele.Unterwegs pausenlos in einem Sprachen Mix am quaseln.Wir sind dann in einem Internetcafé gelandet,wobei man auf keinen Fall glauben muss, das das irgendeine Ähnlichkeit mit unsern Internetcafes zu vergleichen ist.Es handelt sich hier um Hausflur,die vielleicht noch einen kleinen Raum dahinter haben .2Burschen von vielleicht 17Jahren nahmen mit Kennermiene mein Händy auseinander und verklikkerten uns ,das wäre machbar.Ja dann sollten sie mal machen.Dafür müssten wir aber erstmal eine Karte kaufen.Ich stand kurz vor meinem ersten terroristischen Anschlag .Alles kein Problem versicherte man uns.Zurück in die Gassen, liefern wir wieder hinter unserem Marokkaner her,bis zu einem Telefonläden.Er bräuchte jetzt mal 200Dirham und würde uns dann eine Karte kaufen. Ich sagte der Laden sei doch geschlossen, aber er meint ,nix geschlossen. Eigentlich war uns auch schon alles egal.Er zischte mit unserem Geld ab durch irgendwelche Hintereingänge und war weg.Ganz ehrlich,wir hatten nicht damit gerechnet ihn wieder zusehen .Aber ,oh Wunder ,nach ungefähr einer Viertelstunde kam er zurück, mit einer Telefonkarten.Die musste dann von den Burschen erstmal passend gemacht werden und dann das Internet freigeschaltet werden. Das dauerte dann auch nochmal eine halbe Stünde.Soganz sind wir uns nicht sicher was die alles so gemacht haben.Speziell jetzt an Holger,sollte in den nächsten Tagen,der Postbote mit einer Ladung Kalaschnikows ankommen, nicht annehmen wir haben die nicht bestellt. Wir haben den Jungens dann noch 60DirhamTrinkgeld gegeben und unserem Wegweiser auch noch etwas.Mittlerweile war es stockdunkel und wir sind durch die Stadt geirrt um unser Mobil wiederzufinden. Richtung Meer und dann noch ca.einen Kilometer, dann waren wir wieder Zuhause, völlig durch gefroren. So heiss es auch ist in der Sonne,geht sie unter wird es bitter kalt.Der alte Mann der uns auf den Platz gelotst hat sagte dann noch deutsche würden ihm immer Bier geben.Zähneknirschend reichte Klaus ihm eine Dose,er meinte aber er hätte gerne 2Dosen,da stand Klaus kurz vor einem Mord.Keine zweite Dose Bier aber dann doch noch was süsses für seinen Enkel. Die letzte Tüte Plätzchen wechselte den Besitzer .Mobil dicht ,für den ersten Tag reicht es vollkommen. Dann müssen wir aber doch lachen,Feuertaufe bestanden, schlimmer kann es ja nicht mehr kommen. Gute Nacht euch allen.